Du bist nicht deine Diagnose – wie du nach Brustkrebs wieder Vertrauen in deinen Körper findest
Wenn du Brustkrebs hast – vielleicht sogar mit Metastasen - dann kennst du diesen Moment sehr genau:
Plötzlich wird dein Körper zur Risikoakte.
Er wird zu etwas, das geschont, überwacht und kontrolliert werden muss. Zu etwas, das man nicht mehr selbstverständlich bewohnt, sondern vorsichtig „handhabt“.
Viele Frauen verlieren in dieser Zeit nicht nur das Gefühl von Sicherheit, sondern auch das Vertrauen in sich selbst.
In Bewegung. In Kraft. In Lebendigkeit.
Wenn der Körper sich nicht mehr sicher anfühlt
Was oft kaum ausgesprochen wird: Der größte Schmerz entsteht nicht nur durch die Diagnose selbst, sondern durch die Entfremdung vom eigenen Körper.
Plötzlich sind da diese leisen, aber dauerhaften Fragen:
Was darf ich meinem Körper noch zumuten? Und was braucht er vielleicht – obwohl ich Angst davor habe? Wie kann ich mich wieder sicher fühlen?
Ich kenne diesen inneren Konflikt sehr gut. Dieses Zögern bei jeder Bewegung. Diese Unsicherheit im eigenen Körpergefühl. Nicht, weil der Körper „versagt“ hat, sondern weil das Nervensystem dauerhaft im Alarmzustand ist.
Sicherheit entsteht nicht durch Kontrolle – sondern durch Verbindung
Für mich wurde irgendwann klar: Ich wollte mich nicht nur schützen. Ich wollte mich wieder spüren.
Nicht im Widerstand zur medizinischen Realität. Sondern mit meinem Nervensystem. In Verbindung. In Achtsamkeit. In meinem Tempo. Denn ein überfordertes Nervensystem braucht keine zusätzlichen Regeln, es braucht Sicherheit. Sicherheit im Körper. Sicherheit im Fühlen. Sicherheit darin, wieder bei sich anzukommen.
Erst als ich begann, mein autonomes Nervensystem zu verstehen und nicht länger gegen meinen Körper zu arbeiten, konnte sich langsam etwas verändern über sanfte Regulation, Körperwahrnehmung und innere Erlaubnis.
Du bist nicht deine Diagnose!
Das ist mir besonders wichtig zu sagen: Du bist nicht deine Diagnose. Und dein Körper ist nicht dein Feind.
Dein Körper trägt eine Geschichte. Er reagiert auf Stress, Angst, Überforderung – innen wie außen. Und genau deshalb braucht er heute etwas anderes als früher.
Nicht mehr Härte.
Sondern Beziehung.
Nicht mehr Kontrolle.
Sondern Vertrauen.
Was würde dir in deiner jetzigen Situation am meisten helfen?
Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.